Superhelden-Umhang mit Knopf und schwarzer Rose

Seidensticker Schwarze Rose

Es gibt Kleidungsstücke, die ich ohne großartigen Einfluss der Sinne kaufe. Und dann gibt es da Kleidung, die sinnlich ist.

Ich zähle meine Hüte dazu: Sie spielen in meiner Liga der beliebtesten Accessoires. Trage ich Hut, fühle ich mich komplett. Kaufe ich eine neue Kopfbedeckung, dauert der Weg bis zum Kauf im Normalfall sehr lange. Weil es so viele schöne Hüte gibt. Und ich bereits ein paar Exemplare besitze – welches soll der neue sein?

Es gibt da noch eine weitere Kategorie von Kleidungsstücken, bei der meine Sinne anspringen. Habe ich mich dafür entschieden, dass es an der Zeit ist, alte, lang nicht getragene Exemplare aus dem  Kleidungsschrank zu verbannen und neue zu kaufen, beginnt die Recherche. Der Vergleich. Das Prüfen des Aussehens und des Schnitts. Das Begutachten von neuen … Hemden.

Für Herausforderungen gewappnet

Hemden sind für mich nicht mehr bloße Arbeitskleidung. Ein schönes Hemd ist für mich auch ein Superhelden-Umhang. Zumindest für den Alltagshelden, der auszieht, um sich den kleinen und großen Herausforderungen im Job zu stellen.

Finde ich ein schönes Hemd, fühle ich mich in ihm gut. Ich mag es, wenn der frisch gebügelte Stoff angenehm glatt und kühl auf der Haut liegt. Ich liebe kleine Details, beispielsweise detailreich gestaltete Ärmel. Ich verehre bügelarme oder gar bügelfreie Modelle. Pflegt der Hemdenhersteller außerdem einen bestimmten Stil und sein Werk gefällt mir, akzeptiere ich im Vergleich zum normalen Hemd von Esprit & Co. auch einen kleinen Aufpreis.

Stil kombiniert mit Historie

Der Stilfaktor ist vielleicht sogar der wichtigste. Das sehe ich an meinem aktuellen Marken-Favoriten für Hemden: Die „Schwarze Rose“-Reihe von Seidensticker, tailliert geschnitten, im Idealfall in hellblau. Diese Marke besitzt Geschichte: Ursprünglich in den Nachkriegszeiten entstanden, musste Seidensticker die Produktion in den Siebzigern einstellen. Dann – Ende 2003 – gelang die Wiederbelebung der „Schwarzen Rose“. Während meiner Google-Suche habe ich diese PR-Meldung gefunden, die neben werbenden Passagen auch historisch interessante Details bietet.

Nur eines ändert auch die Marke nicht – lieber sauge ich unser Haus drei Mal durch als ein Hemd zu bügeln. Aber das ist eine andere Geschichte.

Geht es Euch ähnlich? Bei welchen Kleidungsstücken bestimmt Euer Herz mit?
Ich bin auf Eure Geschichten gespannt.

Beste Grüße,
Nico

 

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2 Kommentare

  1. Ich habe zwar nur einen Hut, naja eher eine Mütze, die von einer 50er Jahre Party übrig geblieben ist, aber die hat meinen Stil durchaus um eine Facette reicher gemacht bzw. in eine andere Richtung bugsiert. Hätte ich früher so nicht erwartet. 🙂
    Aber Hemden bügeln kommt für mich – zumindest aktuell – überhaupt nicht in Frage. Die Zeit möchte ich dafür nicht aufbringen müssen. Der ewige Trott von Wäsche waschen, zum Trocknen aufhängen und später wieder zusammenlegen nervt schon genug. Immerhin gibt es bei mir mittlerweile eine Spülmaschine im Haushalt, so dass die Schreckensherrschaft des Abwaschens beendet werden konnte. Woohoo!

    1. Frank, Danke fürs Vorbeischauen und für deinen Beitrag! Ohne Spülmaschine möchte ich nicht mehr existieren. Das hat mich meine WG-Zeit gelehrt. Nach Hause zu kommen und einen Berg mit lebendem Spülwasser zu entdecken hat mir den Rest gegeben.

      Ich kann mich glücklich schätzen, dass meine Frau mir das Thema Hemdenbügeln oft abnimmt. Dafür schrubbe ich liebend gerne unsere Toiletten oder wirble mit dem Staubsauger herum.

      Beste Grüße, Nic

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