Tut mir Leid, auch ich bin nur PS-gesteuert!

Audi A3 Sportback S line/Standaufnahme

Ein Audi A3 Sportback S line öffnet mir die Augen

Moin, zusammen!

„Hauptsache, das Gefährt bringt mich von A nach B!“ – „Die Farbe ist mir egal – wichtig ist es, dass es fährt.“ Kennt Ihr diese Aussprüche? Ob Mann oder Frau, bei beiden Geschlechtern sind sie mir bereit untergekommen. Ich habe sie ebenfalls benutzt. Und mich dabei gnadenlos selbst belogen, nur, um ja nicht einem Klischee zu entsprechen.

Tut mir leid, auch ich bin nur PS-gesteuert!

Das wohlige Magengefühl kam vom Porsche, der brabbelnd an der Ampel auf Grün wartete. Nicht vom Morgenkaffee.

Mein Grinsen im Spielzeugladen ist vom PS-Monster-Quartett ausgelöst worden, nicht vom neusten „Juli Löwenzahn“-Abenteuer. Auch, wenn ich den Hasen trotzdem prima finde.

Und den Mustang von Freund Jens habe ich tatsächlich angelassen, weil der Motor so gut klingt. Nicht, weil er zu weit am Grill stand und ich mir Sorgen um die lila Folierung gemacht habe. Eher um den Mustang, weil er lila foliert ist. Aber das ist Geschmacksache.

Audi A3 Sportback S line/Standaufnahme
Gerne wieder: Die Fahrt mit dem A3 S-Line hat mir Spaß gemacht. Foto: Audi

Dass ich mir jetzt wieder im Spiegel in die Augen blicken kann, hat ein Audi A3 S line verursacht. „Audi“, dachte ich, als ich den Schlüssel für die Dienstreise bekam: „Audi – langweilig, oder? Wenigstens kein Golf, den haben wir ja schon zu Hause als Familienkutsche stehen.“

Ich erblicke den Audi, sehe sein Heck, denke: „Flott sieht er ja schon aus!“, bemerke das „S line“ am Heck. Ein erstes Grinsen zuckt im Mundwinkel. Ich drehe den Zündschlüssel um. Und fahre los.

180 Kilometer pro Stunde. Ups. Das war eigentlich gar nicht beabsichtigt. In unserem Golf Plus bin ich 130-Km/h-Sparsamfahrer. Großartige Beschleunigung ist bei unserer Kutsche nicht zu erwarten. Das „Plus“ steht für mehr Stauraum. Mehr nicht.

Audi A3 Sportback S line/Standaufnahme
Schöner Hintern: Der A3 Sportback S line. Foto: Audi

Okay, ich habe gelogen. Ich bin beabsichtigt 180 Kilometer pro Stunde gefahren. Weil es so herrlich unaufgeregt passiert. Der tiefer gelegte Wagen lässt sich bequem und verlässlich lenken. Die Bremsen sprechen sofort an, aber nicht abrupt. Wenn ich Gas gebe, reagiert der Wagen sofort. Eine Wonne. Auch die Verarbeitung ist hochwertig. Und das Audio-System satt.

Nur das Navigationssystem kann ich in der Pfeife rauchen. Sicher, es ist super, mit dem Finger über ein Pad die Buchstaben für den Zielort „schreiben“ zu können. Nur, warum ist nicht gleich eine der ersten Optionen mit „Neues Ziel“ oder „Ziel eingeben“ betitelt? Warum muss ich hier langwierig suchen?

Ein kleiner Minuspunkt, der mit dem eigentlichen Wägelchen nix zu tun hat. Wenn ich noch einmal einen Dienstwagen brauche, dann bitte wieder Audi S line. Die summt.

Ich bin PS-gesteuert. Und das ist gut so.

Beste Grüße,
Nic

4 Kommentare

  1. Lieber Nico,

    zuerst entrüstet über den „langweiligen“ Audi, dann doch noch ein Lächeln auf die Lippen bekommen, nachdem der Wagen dich eines Besseren belehrt hat 😉
    Ein schöner, wenn auch ungewohnter Artikel auf einem Papa-Blog, da er ja nichts (oder nur indirekt) mit Kindern zu tun hat. Vielleicht hat er mich auch gerade deswegen mal sehr erfrischt!
    Viele Grüße
    Christine
    (unnötig zu erwähnen, dass unsere „Familienkutsche“ ein Audi A4 ist?)

    1. Hi Christine,

      Danke für deinen Kommentar. Ich habe mich sehr über deine Zeilen gefreut!
      Zum Thema: Ja, du findest hier regelmäßig auch Themen, die mit Anlässen neben dem Papa-Sein zu tun haben.
      Was beschäftigt mich zum Beispiel als Mann oder Ehemann? In Kürze will ich Euch zum Beispiel meine Hut-Leidenschaft erläutern. Oder eines meiner ältesten und liebsten T-Shirts vorstellen.

      Wäre nett, wenn du dann wieder vorbeischaust und mir dein liebstes Shirt vorstellst. 🙂

      Beste Grüße, Nic

  2. So So also auch du bist PS gesteuert 😀
    Aber über „wenigstens kein Golf“ müssen wir noch einmal reden 😉

    LG
    Ein PS gesteuerter Arbeitskollege

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